Deutschland - Traunstein


Ansicht zeigt den Maxplatz nach seiner Umgestaltung 1889 mit dem Denkmal in der Mitte, davor zentral das Wetterhäuschen und rechts daneben meteorologische Annoncenuhrensäule.

Ansicht zeigt den Platz aus einer anderen Perspektive nach seiner erneuten Umgestaltung 1911 mit der öffentlichen Toilette samt Kiosk des Kur- und Verkehrsvereins hinten links, einem Springbrunnen in der Mitte und dem versetzten Denkmal vorne rechts. Die Informationssäule musste dieser ersten Abänderung weichen, das Wetterhäuschen blieb bestehen und wurde lediglich um einige Meter nach Osten, also stadteinwärts, versetzt.

Sonderseite: Die Annoncen-Uhr-Actien-Gesellschaft

Das Wetterhäuschen muss in Verbindung mit der Gestaltung des Maxplatzes in den Jahren 1888/89 gesehen werden. Zentraler Punkt der Neugestaltung war ein Denkmal für den bayerischen König Max II. Joseph, den Namenspatron dieses Platzes. Den entsprechenden Akten ist unter anderem zu entnehmen: "...Hierbei soll darauf Rücksicht genommen werden, daß ein Platz für Aufstellung eines Wetterhäuschens, eventuell auch eines kleinen Springbrunnens, zur Verfügung bleibt..." (Schreiben des Bürgermeisters Seuffert an den Bauamtsaktuar Strobl vom 27. Dezember 1886, in: A 324/2-1, Produkt Nr. 7)

"...so liegen nun dem Magistrat zwei Pläne vor. Der eine...bezweckt...eine Anlage, bestehend aus Bäumen und Gruppen, am Maximiliansplatz als Ruheplatz für Fremde und Einheimische zu errichten, in deren Mitte ein sogenanntes Wetterhäuschen zu stehen kommen soll, dessen Kosten sich auf ca. 600 Mark belaufen und nach den Intentionen der Generalversammlung des Verschönerungsvereins von dem Letzteren getragen werden sollen." (Sitzungsprotokoll des Stadtmagistrats vom 25. September 1888, in: A 324/2-1, Produkt Nr. 23)

Das Denkmal wurde am 14. Juli 1889 feierlich enthüllt. Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass zu diesem Zeitpunkt die gesamte Anlage gestaltet, d.h. auch das Wetterhäuschen bereits aufgestellt war. Träger der Kosten für das Häuschen war der städtische "Ortsverschönerungsverein", der spätere "Kur- und Verkehrsverein".

In den Akten fand sich eine Aufstellung der Ausstattung des Wetterhäuschens, ein Geschenk des Glasermeisters und Optikers Benno Werkmeister an die Stadt, vom 27. Juni 1889. (In: A 854/2)

Am 3. Juli beschloss der Stadtmagistrat: "Das Collegium acceptiert für die Stadt Traunstein mit bestem Dank die Schenkung des Optikers Benno Werkmeister, bestehend in den einen Wert von 175 Mark repräsentierenden meteorologischen Instrumenten im Wetterhäuschen des Verschönerungs-Vereins auf dem Maximiliansplatze."

Informationen und Ansichtskarten: Stadtarchiv Traunstein
Ansichtskarte oben: Paul Bächtiger


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