Reichenau an der Rax - Österreich

1907 In diesem Jahr ließ die Kurkommission Reichenau im Reichenauer Park ein Wetterhäuschen aufstellen. In dem Häuschen, das eine Wetterfahne als Abschluß nach oben ziert, sind untergebracht.

Westseite: ein Aneroid-Barometer, ein Minimum-Maximum-Thermometer und ein Hygrometer
Nordseite: ein 3-skaliges Thermometer
Ostseite: ein Gefäßbarometer mit doppelter Fixierung des Standes der Quecksilbersäule
Südseite: eine Tafel mit den aus einer 50-jährigen Beobachtung resultierenden klimatologischen Durchschnittsergebnissen

Somit sind alle Instrumente vorhanden, die der zukünftige Meteorologe zurate zieht, um für die nächsten 24 Stunden eine ziemlich sichere Prognose aufstellen zu können. Dieses zierliche Objekt, welches sein Entstehen der Initiative des Herrn Bürgermeisters Julius Bittner verdankt, könnte noch ausgestattet werden durch Anbringung von Glasfenstern behufs Sicherung der Instrumente gegen boshafte Beschädigung und durch Aufstellung einer Tafel zum Zwecke der Publizierung der entzifferten telegraphischen Wetterprognosen. (Anmerkung: Oberlehrer Franz Haas von Reichenau war seit November 1876 Berichterstatter der k.k.Zentralanstalt für Meteorologie in Wien)
(Schwarzataler Zeitung, III Jahrgang, 1907, Nr. 35, S.4 )

Das Wetterhäuschen existiert heute nicht mehr, dafür ist in einer Nische beim Reichenauer Rathaus eine Wetterstation angebracht.

Foto: Bergbau- und Heimatmuseum Reichenau
wir danken Dir. Norbert Toplitsch aus Payerbach für die Recherchen



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