Die Wettersäulen von Wilhelm Lambrecht aus Göttingen

Wenn Sie zwischen unseren Seiten surfen, kommen Sie an einem Namen nicht vorbei. Wilhelm Lambrecht, Gründer der gleichnamigen Firma in Göttingen (auf dem Bild unten neben einer seiner Wettersäulen).

Wilhelm Lambrecht im Jahr 1899 vor einer seiner berühmten SäulenAls Wilhelm Lambrecht 1859 seine feinmechanische Werkstatt in Einbeck gründete, stand die älteste uns bekannte Wettersäule in Genf schon rund zwanzig Jahre. 1864 fand der Umzug nach Göttingen statt, 1867 folgte die Erfindung des Thermohygroskops, jenes Instruments, welches neben dem Barometer in seinem einzigartigen Wettertelegrafen Verwendung fand. Der Wettertelegraph selbst ist unverkennbarer Bestandteil Lambrecht`scher Wettersäulen. Diesem besonderen Instrument haben wir eine Extra-Seite gewidmet. Quelle der Daten: Festschrift zum 125 Firmenjubiläum siehe auch unten.

Als einziges uns bisher bekanntes Unternehmen hat Lambrecht in den Folgejahren die Herstellung und den Vertrieb von kompletten Wettersäulen durchgeführt. Meteorologische Instrumente, Korpus und das entsprechende Dach wurden aus einer Hand geliefert. Lediglich der Steinsockel mußte zusätzlich bei einem ortsansässigen Steinmetz in Auftrag gegeben werden.

Die Preise für die Standardsäulen betrugen je nach Instrumentenausstattung und Aufbauart im Jahr 1895 zwischen 300,00 und 50.000,00 Mark. Ein mittlerer Angestellter verdiente zu jener Zeit rund 900,00 Mark jährlich. Insofern war die Anschaffung einer Lambrecht`schen Wettersäule für eine kleine Gemeinde von herausragender Bedeutung. Damals weit verbreitete Verschönerungsvereine kümmerten sich vielfach um die Errichtung einer Wettersäule.

Insbesondere in der Schweiz aber auch in Österreich stehen heute noch viele Lambrecht`sche Säulen mit Originalinstrumenten, die teilweise auch von ortsansässigen Spezialisten aufwendig restauriert worden sind.Die nebenstehend und unten abgebildeten Säulen sind nur eine kleine Auswahl dessen, was wir bisher gefunden haben und hoffentlich noch finden werden.

Entwurfsskizze vom Werksgelände1874Ein sechseckiges "Luxusmodell" steht noch heute im heutigen Liberec in Tschechien. Vielerorts finden sich auch individuell gestaltete Säulen mit Lambrecht`schen Wetterinstrumenten, so z.B. in Hinterbrühl.

Bei unseren Recherchen sind wir natürlich früh auf die Firma Lambrecht aufmerksam geworden. Da die Firma heute noch existiert und über ein gut geführtes Firmenarchiv verfügt, hat man uns schnell weiterhelfen können.

 

Das nebenstehende Bild, datiert Weihnachten 1902, ein Katalog mit Abbildungen von 12 Säulen,
eine Spezialbroschüre
"Wo und wie soll man Wettersäulen bauen",
und die im Verlag Lambrecht erschienene Broschüre
"Die Wettersäule als Bildungs- und Erziehungsmittel für das Volk und ihr Wert für das praktische Leben"

wurden uns in Kopie überlassen.

Die älteste uns bekannte 45-seitige Preisliste nebst Beschreibungen der Instrumente wird im Stadtarchiv Krefeld aufbewahrt.

Ein handschriftliches Anschreiben von 1895 an den Magistrat von Krefeld preist die Wettersäulen an. In der Preisliste befinden sich Illustrationen von 10 Wettersäulentypen.

In den Alpenländern wurde die Firma Lambrecht durch Firma Ulbrich & Co Zürich vertreten. Von dieser Firma liegt uns ein Extra-Katalog aus dem Jahr 1902 vor. Einige ca. 100 Jahre alte Werbeanzeigen komplettieren unsere Sammlung.

Im Jahre 1893 veröffentlichte die Firma Wilhelm Lambrecht eine umfangreiche Broschüre mit Anerkennungen und Referenzen zu den meteorologischen Apparaten. Auf eingen Seiten sind Anerkennungen zu den Wettersäulen in Wiesbaden, Jägerndorf, Bonn und Brüssel abgedruckt.

Es ist anzunehmen, daß es sich hier um die ersten von Firma Lambrecht ausgelieferten Wettersäulen handelt, die ca. 1890 aufgestellt wurden.


Widmung des Personals der Firma Lambrecht zum 70. Geburtstag am 25.07.2003
Bildquelle:


Zeitungsinserat 04.12.1902
Bildquelle:


Zeitungsinserat 1901
Bildquelle: Paul Bächtiger


Deckblatt einer Broschüre mit Anerkennungschreiben 1893
Bildquelle: Gerhard Mahr


nicht datiertes Werbeblatt Lambrecht
Bildquelle: Stadtarchiv Wiesbaden


Inserat der Firma Ulbrich - Zürich von 1912
Bildquelle: Paul Bächtiger


Inserat Lambrecht Göttingen 1906
Bildquelle: Gerhard Mahr


Inserat der Firma Lambrecht - Göttingen um 1900
Bildquelle: Gerhard Mahr


 

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