Auszug aus der Originalbeschreibung der Säule:
Ein drei Meter hoher Kunstguß auf Sockel trägt in
der Bedachung die Embleme der Tageszeiten, während die
Windrose mit Fahne ihn bekrönt.
Oben: Bedachung aus Ilmenau - Unten: Detailbilder aus Werdau
Eine
deutliche (29 centim. Durchmesser Ziffernblatt) Uhr, ein ebenso
großes Barometer der Uhr gegenüber mit einstellbarem
Zeiger und Datum, Thermometer, Sonnen- und Mond Auf- und Niedergang,
Tages- und Nachtlänge, Wetterprognose (sobald in Zeiten
erhältlich), abgehende und ankommende Züge und eine
Fülle vergleichender und statistischer Angaben. Einwohnerzahl,
Flächeninhalt, Münzen etc. bilden die Ausstattung,
während die Uhr einen revolvirenden Apparat treibt, welcher
20 Empfehlungsblätter in`s Gesichtsfeld treten läßt,
deren jedes automatisch verschwindet, um dem nächsten Platz
zu machen.
Im Stadtarchiv von Wiesbaden haben wir einen niederländisch
gehaltenen Werbeprospekt mit einer baugleichen Säule gefunden.
Demnach wurden diese Säule anscheinend im nichtdeutschsprachigen
Ausland von Vertragshändlern vertrieben
Wie verbreitet dieser Säulentyp war, zeigt u.a. auch ein
Brief vom "Rat der Stadt Dresden" aus dem Jahr 1987.
Demnach: "In Dresden existierten um 1885 vier sogenannte
Annoncenuhren auf dem ehemaligen Wettiner Platz, dem Postplatz,
am Altmarkt und am Eingang der ehemaligen Marschallstraße.."