Niederösterreich - Gars am Kamp

Ansichtskarte 1912 gelaufen

dreiseitiges Wetterhäuschen im Kurpark von Gars am Kamp in unmittelbarer Nähe des Pandageheges von Willi Dungl. Der Kurpark ist ca. 1908 entstanden, die Wettersäule wurde 1911 vom Verschönerungsverein errichtet.

95 Jahre Kurpark

Entlang dem Kamp entstand im 19. Jhd., eine für Niederösterreich einmalige Erholungslandschaft und unser Kurpark in Gars am Kamp ist ein typischer Park der Jahrhundertwende. Dazu einige Daten aus der Geschichte: Mit der Entwicklung der Gemeinde Gars am Kamp zu einer beliebten Sommerfrische, entstand auch das Bedürfnis für einen öffentlichen Garten.

Der sogenannte "Herrengarten", ein Ackerfeld, bestehend aus 12 Parzellen, wurde um 22.000 Kronen erworben. Nach einem Plan von dem Wiener Gartenarchitekten J.MOLNAR, nach Begutachtung durch den Wiener Stadtgartendirektor W.HIEBLER, wurde zur Grundlage der nun folgenden Gestaltung des Geländes. Die auf dem Felde befindlichen Akazien wurden entfernt und statt dessen Bäume und Sträucher von der Baumschule WESSELY aus Tulln angekauft und die Bepflanzung mit heimischen aber auch exotischen Parkbäumen und Sträucher wurde durch den hiesigen Gärtner J.HANINGER vorgenommen. Im Dezember 1908 wurde die Parkanlage mit der Pflanzung der noch heute bestehenden Kaiser Franz Joseph - Jubiläumseiche eröffnet.

In diesem Jahr ließ auch der Verschönerungsverein Gars am Kamp den Musikpavillon und 30 Ruhebänke aufstellen und im Jahre 1911 das Wetterhäuschen errichten. 1909 - 1927 fanden während der Sommermonate regelmäßig Parkkonzerte statt und der Kurpark wurde oft zum kulturellen Mittelpunkt der Marktgemeinde Gars. Jedoch in den Folgejahren blieb der Park weitgehend unbeachtet und sein Zustand verschlechterte sich zusehends. In den fünfziger und sechziger Jahren, wurden dann im Musikpavillon wieder Konzerte aufgeführt. Es gab auch Ansätze, an die alte Tradition der Sommerfeste anzuknüpfen. So wurde unter anderem ein " Kaiser Geburtstagsfest" in historischen Kostümen veranstaltet. Im Jahre 1990 wurde von Frau Dipl.Ing. Maria AUBÖCK ein "Gartendenkmalpflegerisches Gutachten zur Wiederherstellung des historischen Kurparkes Gars" erstellt. 1991 - 1993 arbeitete der Landschaftsgärtner Hr. EDER an Hand dieses Konzeptes gemeinsam mit Mitarbeitern des Bauhofes an der Erneuerung des Kurparkes.

Es war eine Laune der Natur, dass gerade vor dem Jubiläumsjahr 2003 - im Vorjahr, also im August 2002, die schreckliche Katastrophe "Flutwelle Kamp" diesen Park total verwüstete. Nun war die Marktgemeinde Gars gezwungen - und mit der besonderen Hilfe seitens des Landes Niederösterreich ist es auch gelungen - den Kurpark gänzlich neu zu gestalten. . All diese erforderlichen Renovierungsarbeiten ließen sich anhand historischer Photos, Planunterlagen aber auch der vorhandenen Material -u. Stücklisten gut rekonstruieren. Der Fa. Ing. Richter aus Wien, der Fa. Hengl aus Limberg, der Fa. Kittenberger aus Schiltern, der Fa. Bauer aus Horn, privaten Sponsoren, aber auch den Mitabeitern unseres Bauhofes ist es zu danken, dass diese Anlage wieder jenes Gefühl vermittelt, welches HERMANN JÄGER - ein Autor aus der damaligen Zeit - wie folgt interpretierte: . "DIE PFLANZEN SIND WIE DER SCHATTEN DES GARTENS, DAGEGEN SIND RASEN, WEGE UND WASSER DIE FAKTOREN DES LICHTS ". Und so wird unser Park nunmehr auch das Herzstück des Luftkurortes Gars am Kamp sein. Dieser Kurpark soll in Zukunft nicht nur den Garserinnen und Garsern, sondern auch allen unseren Gästen ein bewusst - gesundes - leben ermöglichen.

Gars im Jahre 2003

Farbfotos: Karl Piaty und Helmut Eckel im Juni 2003
Ansichtskarte oben rechts: Paul Bächtiger

Ansichtskarten und Informationen: Marktgemeinde Gars am Kamp durch Vbgm.Rudolf Winglhofer http://www.gars.at/


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